Auto anmelden

1. Was brauche ich – Tipps und Infos zur Kfz Anmeldung

Was brauche ich zum Auto anmelden? Welche Unterlagen sind erforderlich und welche Tipps gibt es zur Kfz Anmeldung? Damit Ihre Auto Anmeldung nicht zu einem Alptraum wird erfahren Sie hier schnell und unkompliziert alles, was Sie zum Auto anmelden benötigen.

Nachdem Sie Ihr neues Wunschauto ausgesucht und gekauft haben, müssen Sie Ihr Auto anmelden. Diesen Weg können Sie nicht umgehen. Sicherlich nicht das spektakulärste Vorgehen beim Autokauf, doch auch bei diesem Prozedere gibt es den einen oder anderen bürokratischen Weg zu beschreiten.

1.1. Was brauche ich an Unterlagen für die Autoanmeldung?

Folgende Unterlagen sollten Sie bei der Anmeldung vorliegen haben:

  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung
  • Zulassungsbescheinigung  I und II (früher Fahrzeugschein und –brief)
  • KFZ-Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer oder Code-Nummer, vormals Doppelkarte)
  • ca. 50,00 Euro für anfallende Gebühren
  • SEPA-Lastschrift-Mandat für Kfz-Steuer
  • Für einen Neuwagen aus dem Ausland das COC-Zertifikat
  • Handelsregisterauszug/Gewerbeschein für Firmen

1.2. Was brauche ich an Fahrzeugunterlagen bei Gebrauchtwagen?

Bei Gebrauchtwagen sollten noch folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • bei vorher auswärts zugelassenen Gebrauchtwagen: Kennzeichenschilder
  • Nachweis über die Abgas- und Hauptuntersuchung
  • die Abmeldebescheinigung bzw. Stilllegungsbescheinigung

Damit die Fahrzeuganmeldung klappt, muss der Fahrzeughalter mindestens eine Haftpflichtversicherung für das Kfz nachweisen. Günstige Haftpflichtversicherungen finden Sie mit dem KFZ-Versicherungsvergleich. Der Versicherungsanbieter speichert dies in einer zentralen Datei und Sie bekommen eine Code-Nummer, wodurch die Zulassungsstelle den Eintrag nachvollziehen kann. Die frühere Doppelkarte ist durch die eVB-Nummer ersetzt und daher nicht mehr relevant.

Steuerschulden für weitere Fahrzeuge sollten nicht offen sein, da es in diesem Fall passieren kann, das die Behörde die Anmeldung verweigert. Folglich sollte man seinen Verbindlichkeiten nachkommen und die ausstehende Summe begleichen.

Für den Behördengang sollten Sie ausreichend Zeit einplanen, da je nach Uhrzeit es zu längeren Wartezeiten kommen kann. Zeitdruck durch einen anschließenden Termin sollten Sie daher vermeiden, weil Sie sonst Gefahr laufen, wirklich umsonst gewartet zu haben.

1.3. Auto anmelden – Vorher Unterlagen prüfen!

Vorab erneut die Unterlagen prüfen, ob auch wirklich Personalausweis / Reisepass, Code-Nummer und die beiden Teile der Zulassungsbescheinigung vorliegen. Bei einAuto anmeldenem Neuwagenkauf im Ausland benötigen Sie noch zusätzlich das COC-Zertifikat, welches Sie vom Verkäufer des Autos bekommen haben. Liegt das Zertifikat nicht vor, so benötigen Sie noch ein Vollgutachten für Ihr Auto, dass Sie z. B. vom TÜV bekommen.

Bei einem Gebrauchtwagen ist häufig noch die Bescheinigung über die Abgasuntersuchung nötig. War der Wagen zuvor abgemeldet, muss zusätzlich noch vom Vorbesitzer die Stilllegungsbescheinigung benötigt.

Bei Neuzulassung Ihres Fahrzeuges benötigen Sie ein Kennzeichen. Zwischen 10,00 und 20,00 Euro erhalten Sie dieses während des Anmeldeverfahrens. Zu den Kosten des Kennzeichens kommen noch die Anmeldegebühren hinzu. Die anfallenden Kosten müssen in vielen Fällen direkt in bar gezahlt werden, da von den wenigsten Ämter Kartenzahlungen derzeit angeboten werden. Bei einem Wunschkennzeichen können somit Kosten von insgesamt 50,00 Euro auflaufen. Die Gesamtkosten beim Auto anmelden selbst können von Bundesgebiet zu Bundesgebiet unterschiedlich ausfallen.

1.4. Wo kann ich die Kfz-Zulassung durchführen?

Die Entscheidung für ein neues Fahrzeug ist gefallen? Vielleicht steht es auch schon direkt vor Ihrer Tür. Doch einfach einsteigen und losfahren funktioniert leider nicht. Mit dem Erwerb eines Autos sind gleichzeitig bürokratische Abläufe verbunden. Zu einem dieser Abläufe gehört der Gang zur Kfz-Zulassungsstelle. In Deutschland übernimmt die Kfz-Zulassungsstelle als Verkehrsbehörde die Aufgabe der An- und Abmeldung von PKW, LKW, Motorrad und Oldtimern. Hier bekommen Sie die Betriebserlaubnis für Ihr Kraftfahrzeug.

Bei der Anmeldung eines Fahrzeugs einer Privatperson ist immer die Zulassungsbehörde des Hauptwohnsitzes zuständig. Die Kfz-Abmeldung hingegen kann von überall aus getätigt werden. Fast alle Zulassungsstellen sind heutzutage auch im Internet zu finden, wo man sich die zuständige Kfz-Zulassungsstelle zum Auto anmelden aussuchen kann.

2. Die eVB-Nummer

Durch den Abschluss einer Autoversicherung speichert das Versicherungsunternehmen die Versicherungsdaten in ihrem System. Weiterhin bekommt man eine persönliche eVB-Nummer zugewiesen. Damit ist es der Zulassungsstelle möglich, den Versicherungsstatus zu überprüfen. Die eVB-Nummer dient in Deutschland daher als Nachweis, dass eine Kfz-Haftpflichtversicherung für ein Kraftfahrzeug besteht. Hierbei legt die Versicherung eine Anmeldefrist von 6 Monaten bei schwarzen Kennzeichen und 3 Monaten bei Kurzzeitkennzeichen fest.Genauso wie früher die Deckungskarte gewährleistet auch der eVB-Nummer im Rahmen der Fahrzeug-Zulassungsverordnung in der Kfz-Haftpflicht-Versicherung die vorläufige Deckung für Zulassungsfahrten.

3. Die Kfz-Haftpflichtversicherung

Nach dem Fahrzeugkauf gilt: Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist Pflicht und in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt Personen-Sach- und Vermögensschäden vom Versicherungsnehmer ab.  Damit aber auch weiter gehende Versicherungsschäden (Diebstahl, Brand, Unfall mit Eigenschuld) abgedeckt sind, schließen die meisten Fahrzeughalter eine Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung ab.

Mit dem Kfz-Versicherungsvergleich können Sie sich schnell und kostenlos einen Überblick über die verschieden KFZ-Versicherungsanbieter, Ihre Tarife und vor allem die Preise verschaffen und ausführlich vergleichen. Haben Sie sich für einen Anbieter entschieden können Sie direkt online dorthin wechseln.

4. Auto anmelden – Darauf sollten Sie noch achten

Bevor Sie Ihr Auto anmelden können, müssen im ersten Schritt bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Auf diese 3 Punkte müssen Sie bei der Kfz-Zulassung noch achten:

  1. Vollmacht Kfz-Zulassung: Wer darf das Auto anmelden? Der Gang zur Zulassungsbehörde ist immer mit Zeit verbunden. Nicht immer kann man diese Zeit einplanen und aufbringen. Damit Autobesitzer dennoch zeitnah Ihr Auto anmelden können, besteht die Möglichkeit einer anderen Person eine Vollmacht auszustellen. Es ist ratsam, seinem Vertretungsberechtigten den Personalausweis mitzugeben. Vordrucke zum Herunterladen gibt es auf der Internetseite der zuständigen Zulassungsstelle.
  2. Kfz-Steuer: Für PKW, die ab 1. Juli 2009 zum ersten Mal zugelassen wurden, unterliegen einer neuen Kfz-Steuer, bei der auch die Kohlendioxid-Emission des Fahrzeugs berücksichtigt wird.Bei Kfz-Steuerschulden kann die Anmeldung verweigert werden. Hier ist es sinnvoll, seine Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt zu überprüfen. Einige Zulassungsstellen erlauben das Auto anmelden nur, wenn keine Kfz-Steuer-Schulden beim Zollamt bestehen. Zudem muss in den meisten Fällen dem Zollamt ein SEPA-Lastschrift-Mandat für den Einzug der Kraftfahrzeugsteuer vorliegen. Dies sollte vor dem Auto Anmelden unbedingt überprüft werden. Das SEPA-Lastschrift-Mandat kann wahlweise auch vor Ort in der Zulassungsstelle ausgefüllt werden.
  3. Kfz-Zulassungsstelle: Vereinbaren Sie einen Termin für die Anmeldung bei der Zulassungstelle. Planen Sie für Ihren Besuch der Kfz-Zulassungsbehörde genug Zeit ein. Wollen Sie das Risiko zu langer Wartezeiten nicht eingehen, vereinbaren Sie einen Termin. Bei den meisten Zulassungsbehörden ist das möglich. Überprüfen Sie vorab noch einmal die Unterlagen, ob auch wirklich alle Dokumente vorhanden sind.

5. Auto anmelden Kosten

Die Gebühren der Zulassungsstellen variieren erheblich, da sie nicht bundeseinheitlich geregelt sind. Die durchschnittlichen Kosten für eine Neuwagenanmeldung belaufen sich auf ca. 46,00 Euro. Eine Gebrauchtwagenanmeldung kostet zwischen 38,00 und 48,00 Euro.

Die Gebühren splitten sich in Verwaltungsgebühren für die Ausstellung der Fahrzeugpapiere und Gebühren und für die Kennzeichen auf. Die Vorabreservierung von Wunschkennzeichen zusätzlich bundeseinheitlich 12,80 Euro kosten. Eine Feinstaubplakette, die in den meisten Großstädten und Ballungsgebieten vorgeschrieben ist, kosten nochmal 5,00 Euro.

6. Kfz Anmeldung online

Seit dem 1. März 2008 gibt es in ausgewählten Zulassungsstellen die Möglichkeit, Kraftfahrzeuge bequem online anzumelden. Die notwendigen Daten (eVB-Nummer) werden zwischen Versicherungsbetrieb, Kraftfahrt-Bundesamt und Zulassungsstelle ausschließlich elektronisch ausgetauscht. Jedoch muss man spätestens zur Aushändigung der Papiere persönlich in der Zulassungsstelle vorstellig werden. Die Wartezeit auf der Behörde verkürzt sich, wenn die Daten zum Auto anmelden vorab online übermittelt werden. Infolgedessen muss die Zulassungsstelle nur noch die angegeben Daten überprüfen und die Fahrzeugpapiere ausstellen.

7. Neuanmeldung eines Wagens aus dem Ausland

Beim Kauf eines Neuwagens aus dem Ausland erhält man vom Verkäufer ein so genanntes COC-Zertifikat. Dies bescheinigt eine Übereinstimmung mit EG-Recht. Liegt kein Zertifikat vor, muss im Folgenden für das Kfz ein Vollgutachten beim TÜV gemacht werden.

Beim Auto Anmelden sollte man unbedingt die Fristen einhalten. Der Gesetzgeber hat hier keinen exakten Zeitrahmen festgelegt, spricht aber im Gesetzestext von „unverzüglich“. Allerdings wann die Anmeldung nicht mehr „unverzüglich“ von statten ging, liegt deshalb im Ermessen des Beamten. Je nach Überschreitung der Frist, wird ein Bußgeld von 15,00-100,00 Euro fällig.

8. Kfz Kennzeichen

Kurzzeitkennzeichen sind nur 5 Tage gültig. Auf dem Kennzeichen befindet sich ein gelbes Feld, in dem das Ablaufdatum vermerkt ist. Kurzzeitkennzeichen werden meist zur Überführung, für Probefahrten, sowie für TÜV-Termine innerhalb Deutschlands genutzt. Zudem sind sie nur für ein einziges Fahrzeug gültig. Für die Anmeldung eines Kurzzeitkennzeichens braucht man die eVB-Nummer, den Personalausweis, bei Firmen die Gewerbeanmeldung. Es werden Verwaltungsgebühren sowie Kennzeichen-Kosten von ca. 20 Euro fällig.

Seit Sommer 2012 können private Fahrzeughalter in Deutschland neue Wechselkennzeichen beantragen. Hierdurch dürfen diese dann wechselweise mit zwei Fahrzeugen der gleichen Fahrzeugklasse gefahren werden. Beispielsweise kann das Wechselkennzeichen mit zwei PKW (Limousine und Cabrio) abwechselnd gefahren werden, anstatt zwei Autos separat anzumelden oder das Cabrio mit einem Saisonkennzeichen zu versehen. Man benötigt für die Anmeldung eine eVB-Nummer pro Fahrzeug, das bisherige Kennzeichen, Zulassungsbescheinigungen beider Fahrzeuge, sowie Bescheinigungen über Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung und den Personalausweis.

Anders ist dies bei gewerblichen (roten) Wechselkennzeichen, die nicht wie Kurzzeitkennzeichen auf ein Fahrzeug beschränkt sind, sondern für mehrere genutzt werden kann, allerdings nur für Überführungen und Probefahrten etc.. Erforderliche Unterlagen sind hier: Personalausweis, Gewerbeanmeldung, polizeiliches Führungszeugnis, Stellplatznachweis.

Wie und wo bekomme ich die Kennzeichen her?

Beim Auto Anmelden in der Zulassungsstelle wird Ihnen ein Dokument mit den Autokennzeichen ausgehändigt. Diese kann man dem Schildermacher in der Nähe vorlegen, der dann die gewünschten Kennzeichen anfertigt. Danach geht es zurück zur Zulassungsstelle, die den Fahrzeugschein ausstellt und die Zulassungsplakette, die TÜV/AU-Plakette ins Kennzeichen einsetzt.

So ziemlich alle Zulassungsstellen gewähren beim Kfz-Kennzeichen freie Wahl der Unterscheidungskürzel. Ein Wunschkennzeichen reservieren ist auf der Internet-Seite der Zulassungsstelle für ca. 13,00 Euro möglich.