Auto abmelden

Auto abmelden – Was brauche ich!

Es gibt unterschiedliche Gründe dafür, warum Verbraucher ihr Auto abmelden wollen oder gar müssen. Ein sehr gängiger Auslöser zum Auto abmelden ist der Wechsel des KFZ-Eigentümers, folglich der Autoverkauf. Natürlich kann es aber auch passieren, dass ein Auto aus Altersgründen oder aus finanziellen Gründen abgemeldet werden muss.

Unabhängig von den persönlichen Motiven, warum jemand sein Auto abmeldet, ist der Prozess in der Regel sehr unkompliziert und hat den Nebeneffekt, dass man weder die Kraftfahrzeugsteuer, noch die Beiträge zur KFZ-Versicherung weiter entrichten muss. Wer also sein Auto verkaufen oder aus Altersgründen entsorgen möchte, sollte dies mit in seinen zeitlichen Entscheidungen berücksichtigen. Wer möchte schon unnötig Beiträge bezahlen.

7 wichtige Punkte für die Kfz-Abmeldung

Laut jüngst veröffentlichen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes fuhren im Januar 2015 rund 44,4 Mio. Autos auf deutschen Straßen, damit waren mehr Autos als jemals zuvor angemeldet. Was im Umkehrschluss aber auch bedeutet, dass noch nie so viele Autos wie heutzutage auch irgendwann wieder abgemeldet werden müssen. Doch worauf müssen Sie achten, wenn Sie Ihr Kfz abmelden möchten? Nachfolgend erfahren Sie 7 wichtige Punkte, die Sie wissen sollten, damit die Abmeldung Ihres Autos problemlos von Statten geht.

1. Wo können Sie Ihr Auto abmelden?

Auto abmelden

Sein Kfz abmelden kann man im Gegensatz zu früher auf jeder Zulassungsbehörde, egal, wo das Auto einst angemeldet wurde. Eine Zulassungsbehörde (im Volksmund auch Straßenverkehrsamt) in Ihrer Nähe finden Sie zum Beispiel im Internet oder den Gelben Seiten. Doch seit diesem Jahr können Sie Ihr Auto auch im Internet direkt abmelden, wenn Sie einige Voraussetzungen erfüllen. Denn Autos, die ab Januar 2015 zugelassen worden sind, haben die neuen Stempelplaketten und Papiere mit einem jeweils verdeckten Sicherheitscode.

Um sein Kfz abmelden zu können, genügt es schon, diese Codes freizulegen und in das Onlineformular der Zulassungsbehörde einzugeben. Identifizieren Sie sich nun mit Ihrem neuen Personalausweis (nPA), bezahlen Sie die anfallende Gebühr mit dem ePayment-System und schicken Sie das Formular per Mail oder auf dem Postweg ab. Eine Anmeldung eines Autos ist momentan online noch nicht möglich. Das soll sich aber in absehbarer Zeit ändern.

2. Auto abmelden leicht gemacht

Ein Auto kann man aus mehreren Gründen abmelden. Es ist alt und man möchte ein neueres Model, aber auch ein Fahrzeughalterwechsel oder die zeitweise Stilllegung machen es unumgänglich, dass man sein Kfz abmelden muss. Seit dem neuen Zulassungsrecht 2007 ist bei dem Auto abmelden nicht mehr eine Unterscheidung zwischen einer endgültigen oder einer zeitweisen Stilllegung nötig. Mit der Abmeldung wird das Kfz automatisch für bis zu 7 Jahre stillgelegt. Nur, wer beim Auto abmelden schon weiß, dass das Auto nicht wieder in Betrieb genommen wird (zum Beispiel bei einem Unfallwagen mit Totalschaden), muss eine endgültige Außerbetriebsetzung beantragen. Dafür wird neben den benötigten Papieren zusätzlich ein Verwertungsnachweis verlangt. Dieser ist bei jeder Annahmestelle für Altautos mit Zertifikat erhältlich.

3. Welche Papiere benötigen Sie beim Kfz abmelden?

Falls Sie bei der Zulassungsbehörde vorstellig werden, sollten Sie alle Papiere dabei haben, da es meist zu einigen Wartezeiten kommen kann. Sie benötigen zum Auto abmelden (Checkliste)

  • den Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I),
  • den Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II),
  • die Kennzeichen des Autos und
  • Ihren Personalausweis.

Wenn Sie endgültig Ihr Kfz abmelden möchten, wird weiterhin der Verwertungsnachweis benötigt. Wenn Sie aus irgendwelchen Gründen nicht selber Ihr Auto abmelden können, so ist das auch kein Problem. Im Internet können Sie sich eine Vollmacht zur Kfz-Abmeldung per PDF Datei herunterladen und ausfüllen. So sind Sie auf der sicheren Seite, wenn in Ihrem Namen eine Vertretung Ihr Kfz abmelden soll.

4. Auto abmelden vor oder nach dem Verkauf?

Das bleibt natürlich Ihnen überlassen. Da aber ein abgemeldetes Auto nicht auf öffentlichen Straßen fahren oder parken darf und somit eine Probefahrt nicht möglich ist, werden viele Autos erst nach dem Kauf abgemeldet. Bitte vereinbaren Sie im Kaufvertrag genau, wer für die Abmeldung des Fahrzeuges verantwortlich ist. Nur so können Sie sicher sein, dass nicht Sie im Ernstfall bei einem Schaden haftbar gemacht werden können, weil das Auto nicht abgemeldet wurde und weiterhin auf Ihren Namen läuft.

Eine weitere Möglichkeit wäre, ein bereits stillgelegtes Auto mit Hilfe von Kurzzeitkennzeichen im Straßenverkehr zu bewegen. Diese sind ausschließlich zur Überführung für maximal 5 Tage gültig. Das Ablaufdatum steht rechts im gelben Teil auf beiden Kurzzeitkennzeichen. Diese werden von der Zulassungsbehörde ausgegeben, kosten 10,50 Euro Gebühr plus die Kosten der Prägestelle und werden vorn und hinten am Auto angebracht. Nach Ablauf der Gültigkeit verbleiben diese Kennzeichen im Besitz des Käufers und müssen nicht wieder zurückgegeben werden.

5. Was ist mit der KFZ-Versicherung und den Steuern, wenn Sie Ihr Auto abmelden?

Sie selbst müssen sich um nichts kümmern. Sobald Sie Ihr Kfz abmelden, erfolgt eine automatische Benachrichtigung bei der Versicherung und dem Finanzamt. Auch daher ist es wichtig, sein Auto nach dem Verkauf zügig abzumelden, um weitere Kosten zu vermeiden. Danach erfolgt jeweils eine End-Abrechnung der Versicherung und des Finanzamtes. Eventuell zu viel bezahlte Gebühren werden Ihnen umgehend zurück erstattet.

6. Welche Kosten entstehen, wenn Sie Ihr Auto abmelden?

Es fallen Gebühren nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr an, wenn Sie Ihr Kfz abmelden.
Diese können sich ändern und können aber im Vorfeld bei der Zulassungsbehörde erfragt werden. Momentan entfallen für die Außerbetriebsetzung von im Kreis gemeldeten Autos eine Gebühr von etwa 5,90 Euro, für Autos, die auswärtig gemeldet sind eine Gebühr von etwa 11,00 Euro. Müssen die Fahrzeugpapiere berichtigt werden, kommen noch einmal 11,00 Euro dazu. Deutlich teurer wird die zwangsweise Stilllegung. Hierbei können schon einmal je nach Fall Gebühren zwischen 75,00 und 225,00 Euro anfallen. Diese Gebühren können auch erhoben werden, wenn eine Außerbetriebsetzung nicht erfolgte.

7. Was muss man sonst noch bei der Auto-Abmeldung beachten?

Falls Sie Ihr Auto nur kurzzeitig abmelden möchten oder Ihr Kennzeichen für das nächste Auto wieder verwenden möchten, können Sie sich Ihr Wunschkennzeichen reservieren lassen. Dies geht ganz leicht bundesweit online und wird an allen Zulassungsstellen akzeptiert. Das spart Zeit und Nerven.